Building Bridges

Auch nach dem Abschluss an einer renommierten Musikhochschule ist es für junge Musiker:innen nicht einfach, sich erfolgreich auf dem internationalen Musikmarkt zu positionieren – denn unabhängig von Talent und technischer Exzellenz fehlt es in der Regel an Aufführungspraxis und wichtigen Netzwerken. An dieser Stelle setzt Sir András Schiffs Mentoringprogramm Building Bridges an, mit dem er seit 2014 junge Pianist:innen gezielt und nachhaltig fördert.

Pro Saison wählt András Schiff, der selbst seine international beachtete Karriere ohne das Sprungbrett eines großen Wettbewerbsgewinns aufgebaut hat, drei begabte Pianist:innen mit besonderen musikalischen Persönlichkeiten aus und vermittelt ihnen in Kooperation mit conc.arts berlin Rezitals bei Konzertveranstaltern und Festivals in ganz Europa.  Ziel ist es, die jungen Künstler:innen darin zu unterstützen, ihre eigenen Verbindungen in die professionelle Musikwelt zu knüpfen, um ein eigenes, tragfähiges Netzwerk zu entwickeln. In den vergangenen Spielzeiten traten die Pianist:innen in Antwerpen, Berlin, Bonn, Brüssel, Dortmund, Florenz, Frankfurt, London, Lugano, Mailand, Weimar und Zürich sowie bei renommierten Sommerfestivals auf.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Entwicklung der Konzertprogramme, die Sir András Schiff in intensiver Abstimmung mit den Musiker:innen vornimmt. Die Programme sollen nicht nur das pianistische Können, sondern auch künstlerische Neugier und Ideen der Teilnehmer:innen widerspiegeln. Dadurch hinterlassen die Pianist:innen authentische musikalische Visitenkarten, beim klaviermusikaffinen Publikum wie auch in der Fachwelt – denn zu jedem Konzert werden Künstleragenturen, Konzertveranstalter, Vertreter der Plattenindustrie, Musikerkollegen und Fachjournalist:innen eingeladen.

Die ausgewählten Musiker:innen haben ihr Studium abgeschlossen und bereits an verschiedenen renommierten Wettbewerben teilgenommen. Dennoch stehen sie erst am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn und erhalten mit der Teilnahme an Building Bridges die Chance, ihre berufliche Zukunft von Anfang an erfolgversprechend zu gestalten. Seit 2014 wurden bereits 22 Pianist:innen im Rahmen des Programms gefördert, und haben beachtliche Karrieren eingeschlagen, darunter Zoltán Fejévári, Nathalia Milstein, Mishka Rushdie Momen, Nicolas Namoradze und Schaghajegh Nosrati

Mit Building Bridges hat Sir András Schiff ein einmaliges Modell nachhaltiger Nachwuchsförderung etabliert, das es jungen Pianist:innen ermöglicht, ihre eigenen Brücken in die professionelle Musikwelt zu schlagen.

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PIANIST:INNEN 2022/23

Termine auf Anfrage
Tom Borrow

C. Franck: Prélude, Choral et Fugue
H. Dutilleux: Choral et Variations
F. Chopin: Fantaisie in F minor, Op. 49
R. Schumann: Fantaisie in C major, Op. 17

Termine auf Anfrage
Avery Gagliano

J. S. Bach: French Suite No. 3 in B minor, BWV 814
W. A. Mozart: Sonata No. 4 in E-flat major, K. 282
F. Chopin: Mazurkas, Op. 50
F. Chopin: Barcarolle in F-sharp major, Op. 60
K. Szymanowski: Variations in B-flat minor, Op. 3

Termine auf Anfrage
Julia Hamos

J. S. Bach: French Suite Nr. 4 in E-flat major, BWV 815
G. Kurtág: Selection of Játékok
– Capriccioso-luminoso (V)
– Doina (VI)
– Stubbunny (III)
– Kalandozás a múltban – Ligatura to Ligeti (VII)
G. Ligeti: Étude Nr. 11 En Suspens
G. Ligeti: Étude Nr. 4 Fanfares
B. Bartók: Six Dances in Bulgarian Rhythm from Mikrokosmos
R. Schumann: Davidsbundlertänze Op. 6

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Für mehr Informationen zum Projekt sowie Biografien und Bilder der Pianist:innen bitte hier klicken:

Ensemble Mini

Das Ensemble Mini ist ein mutiges Kollektiv wahrer Überschall-Solisten aus deutschen Sinfonieorchestern, das super-sinfonische Musik für ein neues Publikum neu verpackt.

Das Ensemble Mini gibt oft Weltpremieren-Arrangements für innovative Late-Night-Projekte in Auftrag und hat sich zum Ziel gesetzt, den Stil, den Klang und den Rahmen klassischer Konzerte zu revolutionieren. Dies begann 2010 mit “mini-Mahler” im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, gefolgt von “Strauss 150: New Perspectives” im STATTBAD Berlin, “From Russia with Soul” in der Griessmühle Berlin und “Bartók Beyond Borders” in der Musikbrauerei Berlin.

Der britische Dirigent Joolz Gale gründete das Ensemble Mini (bestehend aus Solisten der deutschen Orchester) im Jahr 2010, um mit neuen Konzertformaten und alternativen Orten ein neues Publikum zu erreichen.

Zu den weiteren Plänen für 2022 gehören die Rückkehr von „Bartók Beyond Borders“ auf Tournee sowie neue Programme: Mahlers Sinfonie Nr. 3, Debussys „Images“ und Bruckners Sinfonie Nr. 8 – arrangiert für kleines Orchester von Joolz Gale.

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PRESSESTIMMEN

“Ein Idealfall von Nähe.”

Tagesspiegel Berlin, 04. August 2021

„Dabei gibt es keinen Zweifel: Klein ist das neue Groß..“

Tagesspiegel Berlin, 31. Juli 2021

PROJEKTE 2023/24 – EINE AUSWAHL

Termin auf Anfrage
SCHOSTAKOWITSCH 8 & 9

S. Prokofjiew: Suite aus Romeo & Julia, arr. Gale

D. Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 8 c-Moll op. 65, arr. Gale,
Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70, arr. Gale

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Stegreif – The Improvising Symphony Orchestra

Ohne Noten – Ohne Dirigent*in – Ohne Stühle: Stegreif zeigt neue Wege, wie ein zeitgenössisches Orchester heute aussehen kann. Die internationalen Musiker*innen verbinden in radikalen Rekompositionen sinfonische Musik mit Improvisation und Einflüssen anderer Genres und binden das Publikum in originelle Raumkonzepte ein. Mit diesen innovativen Konzertformaten begeistert das junge Ensemble ein wachsendes Publikum unterschiedlicher Zielgruppen.

Seit der Gründung des Orchesters im Jahre 2015 wurde jedes Jahr mindestens ein neues Konzertprogramm erarbeitet: #freebeethoven, #freeschubert, #freebrahms, #free∃roica, #bfree, #freemahler, #explore_mozart, #explorefreischütz, #bechange. Zudem wurden Koproduktionen u.a. mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und der jungen norddeutschen Philharmonie (TRIKESTRA) realisiert. Stegreif spielte dabei Konzerte auf renommierten Bühnen wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, der Alten Oper Frankfurt, dem Brucknerhaus Linz, dem Radialsystem Berlin, dem Beethovenfest Bonn oder dem Prinzregententheater München sowie bei alternativen Festivals wie z. B. der FUSION, dem Detect Classic, PODIUM Esslingen, dem Düsseldorf Festival oder dem Oranjewoud Festival (NL).

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PRESSESTIMMEN

„Es gab tosenden Trampel-Applaus und stehende Ovationen für diese grandiose Performance eines Ensemble, das „geliefert“ hatte.“

Reinhard Frank auf shz.de, 24.07.2022

„Ist gelungen! Bravo!“

Angelika Silberbach in der Mainpost, 19.07.2022

„Selten ist die Leidenschaft für Musik, die Virtuosität der einzelnen Stücke so nah erlebbar“

Ulrike Gerner in der taz, 12.10.2019

PROJEKTE 2022/23 – EINE AUSWAHL

Termine auf Anfrage
#Freebrahms 
mit Juri de Marco

„Sinfonie“ heißt, etwas gemeinsam zum Klingen bringen – und genau das tun die 30 jungen, genreübergreifenden Musiker*innen des Stegreifs Orchesters in #freebrahms mit Brahms‘ Dritter. Ausgangspunkt ist die eigene Stimme – metaphorisch und wörtlich, denn #freebrahms beginnt und endet mit Gesang. In vier 15-minütigen Sätzen, deren Klänge von Rock- und Balkanmusik, meditativen Flächen und Balladen bis hin zu Salsa-Rhythmen reichen, wird die Sinfonie unter Hinzunahme von E-Gitarre, Drumset und Saxofon entfesselt.

Künstlerische Leitung: Juri de Marco
Rekomposition: Juri de Marco, Alistair Duncan
Arrangement: Wolf Kerschek
Regie, Choreographie: Ela Baumann, Viola Schmitzer

„Freiheit ist das, wonach diese Musiker streben und woher sie kommen.“

Süddeutsche Zeitung, 07. Mai 2019

Termine auf Anfrage
#bfree – Connecting European cultures through Beethoven‘s 9th Symphony

Das Öffnen von Grenzen – zwischen Ländern, Kulturen, musikalischen Genres – ist die Idee dieses Programms. Im Zentrum steht der Verbrüderungswunsch aus Beethovens berühmter 9. Sinfonie, deren Musik sich im Arrangement #bfree mit internationalen Volksliedern verbindet. Das theatralisch durch Bewegung im Raum umgesetzte Projekt zeigt, wie Grenzen überbrückt und kulturelle Unterschiede zu einer farbenreichen Europamusik verschmelzen. 

Rekomposition/Arrangement: Uri Caine, Juri de Marco, Alistair Duncan, Bertram Burkert // Regie, Choreographie: Viola Schmitzer, David Fernandez 

„Aber mitreißend und originell ist diese Beethoven-Dekonstruktion allemal. Ovationen.“

Rheinische Post, 16. September 2020

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