Schauer & Skandal

Das Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden überquert den Kanal und gastiert unter der Leitung seines dann neuen künstlerischen Leiters Jakub Hrůša in der Elbphilharmonie. Auf dem Programm steht Bartóks Suite “Der wunderbare Mandarin” – in den 1920er Jahren von Kölns Oberbürgermeister und Erzkatholiken Konrad Adenauer persönlich auf den Index gesetzt – sowie Dvořáks schaurig-schöne “Geisterbraut”.

22. September 2025, Elbphilharmonie Hamburg
BARTÓK & DVOŘÁK
Pavel Černoch, Tenor / Kateřina Kněžíková, Sopran / Pavol Kuban, Bariton / Jakub Hrůša, Dirigent / Orchestra of the Royal Opera House
B. Bartók: Suite aus „Der wunderbare Mandarin“ Sz 73 / A. Dvořák: „Die Geisterbraut“ Kantaten für Soli, Chor und Orchester op. 69

REINE MAGIE

Mit dem kongenialen Vokalensemble Vox Luminis präsentiert das Freiburger Barockorchester im September in St. James’s, Spanish Place ein weiteres Mal die gemeinsame Erfolgsinterpretation von Bachs H-Moll Messe. “Reine Magie”, urteilte die Stuttgarter Zeitung über eine Aufführung beim Beethovenfest Bonn im September 2024. Das Konzert wird veranstaltet von der Wigmore Hall.

18. September 2025, St. James’s, Spanish Place, London
H-MOLL MESSE
Erika Tandiono, Sopran / Sophia Faltas, Sopran / Victoria Cassano, Mezzosopran / William Shelton, Countertenor / Raphael Höhn, Tenor / Sebastian Myrus, Bass / Felix Schwandtke, Bass / Lionel Meunier, Bass & musikalische Leitung  / Vox Luminis / Freiburger Barockorchester
J. S. Bach: Messe in h-Moll BWV 232

NORWEGEN IN NOTEN

Benedicte Maurseth und Kristine Tjøgersen gehören zu einer neuen Generation norwegischer Komponistinnen, die sich intensiv mit Fragen von Ökologie, Ort und der Wahrnehmung unserer Umwelt beschäftigen. Ihrer gemeinsamen Komposition Elja liegt die Auseinandersetzung mit der norwegischen Hardangervidda, Europas größtem Hochplateaus, zugrunde. Es treten auf: das Alpenschneehuhn, die Schneeeule, der Vielfraß, der Regenbrachvogel und der Spornammer. Das nimmermüde Kronos Quartet spielt auf neu- und weiterentwickelten (Traditions-)Insturmenten. wie Hardangerfidel, Hardangerbratsche und Hardangercello. Benedicte Maurseth selbst tritt als Solistin an der Hardangerfidel auf.

Im Anschluss an die europäische Erstaufführung in Oslo erfolgt ein weiteres Konzert beim Festival Musica in Straßburg, wo sich das Quartett am Folgetag mit einem eigens konzipierten Konzertprogramm ein weiteres Mal gravierenden Herausforderungen unserer Zeit stellt.

18. September 2025, Ultima Festival, Oslo / 20. September 2025, Festival Musica, Strasbourg
ELJA
David Harrington, Violine / Gabriela Díaz, Violine / Ayane Kozasa, Viola / Paul Wiancko, Cello / Benedicte Maurseth, Hardangerfidel
B. Maurseth & K. Tjøgersen: Elja

21. September 2025, Festival Musica, Straßburg
A WORLD WE LIVE IN
David Harrington, Violine / Gabriela Díaz, Violine / Ayane Kozasa, Viola / Paul Wiancko, Cello
N. Lizée: Death to Kosmische / N. Young Ohio (arr. Paul Wiancko) / M. Kouyoumdjian: Bombs of Beirut / N. Simone: For all we know / Consumation (arr. Jacob Garchik) / T. Riley: One Earth One People One Love / H. Guõnadóttir: Fólk fær andlit / S. Reich: Different Trains

NO KING

Bedeutende politische Umbrüche prägten die europäische Geschichte und bilden den Hintergrund, oder geben den Impuls, für Werke, die ihre Zeit widerspiegeln, bisweilen über sie hinausweisen. Mozart und Beethoven erlebten Monarchie, Revolution und die Anfänge der europäischen Demokratisierung. Il Giardino Armonico und der NFM Choir zeichnen unter der Leitung Giovanni Antoninis diese zeitgeschichtliche Entwicklung musikalisch nach.

11. September 2025, De Singel, Antwerpen
CORONATION & REVOLUTION
Giovanni Antonini, Dirigent / Il Giardino Armonico / NFM Choir
W. A. Mozart: Ouvertüre zu Idomeneo KV 366 / Kyrie in d-Moll “Münchner Kyrie” KV 342 / Missa in C “Krönungsmesse” KV 317 / L. v. Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 “Eroica”

Saisostart 2025/26

Mit Schwung geht es für uns und unsere Orchester und Ensembles in die Saison 2025/26 – von Ravello bis Oslo, von Bach bis Bernstein:

  • Phantasm Viol Consort
  • Pianist:innen von Building Bridges
  • Kent Nagano & die Dresdner Philharmonie
  • Vox Luminis
  • dem Freiburger Barockorchester
  • dem Chamber Orchestra of Europe
  • Compagnia di Punto
  • Il Giardino Armonico
  • Sarah Willis & Mozart y Mambo
  • Kronos Quartet
  • Orchestra of the Royal Opera House
  • Finnish Baroque Orchestra

FESTIVO-Eröffnung

Das niederländische Orchestra of the 18th Century eröffnet die diesjährige Festivo-Ausgabe mit einem Mozart/Haydn-Programm. Das Konzert findet unter der Leitung des Konzertmeisters Alexander Janiczek im Atrium von Schattdecor statt, einem spektakulären Neubau und neuen Spielort des Festivals. Solistin ist Rachel Podger, “the unsurpassed British glory of the baroque violin”, wie The Times urteilt.

25. Juli 2025, Festivo, Aschau
ERÖFFNUNGSKONZERT
R. Podger, Violine / A. Janiczek, Konzertmeister & musikalische Leitung
Werke von W.-A. Mozart & J. Haydn

Καλημέρα!

Nach einem allseits umjubelten Konzert im Sommer 2024, ist das Chamber Orchestra of Europe auch in diesem Jahr wieder zum Epidaurus Festival eingeladen. Unter der Leitung Constantinos Carydis’ präsentiert das Orchester neben Werken von Liszt, Purcell und Berlioz auch die Uraufführung von O Lightless Light! – Ode to Oedipus, dem neuen Werk des griechischen Komponisten Periklis Koukos.

10. Juli 2025, Epidaurus Festival – Odeon of Herodes Atticus, Athen
O LIGHTLESS LIGHT! – ODE TO OEDIPUS
Francesco Piemontesi, Klavier / Sofia Tamvakopoulou, Klavier / Tassis Christoyannis, Bariton / Constantinos Carydis, Dirigent
Werke von P. Koukos, F. Listz, H. Purcell, H. Berlioz

Gaechinger Cantorey

Seit ihrer Gründung im Jahr 1981 durch Helmuth Rilling hat sich die Internationale Bachakademie Stuttgart mit maßstabsetzenden Aufführungen und einer lebendigen Vermittlungsarbeit der Musik Johann Sebastian Bachs verschrieben. In diesen Kontext gehört ebenso die Musik seiner Zeitgenossen, wie die seiner Vorgänger und seiner Nachfolger. Mit Bach im Zentrum setzt sich somit das Repertoire der Bachakademie aus geistlicher Vokalmusik, Oratorien und Chorsinfonik vom 17. Jahrhundert bis in die heutige Gegenwart zusammen.

Seit 2013 steht die Institution unter der Leitung des Dirigenten Hans-Christoph Rademann, der im Jahr 2016 die einstigen Ensembles Gächinger Kantorei (Chor) und Bach-Collegium Stuttgart (Orchester) zu einem Ensemble aus reformiertem Chor und neu gegründetem Barockorchester unter dem Namen Gaechinger Cantorey zusammengeführt hat. In ihr verbinden sich ein Barockorchester und ein handverlesener Chor zu einem fein aufeinander abgestimmten Originalklangkörper. Unter dem Dirigat von Akademieleiter Hans-Christoph Rademann hat sich dieses Ensemble die internationale Verbreitung eines „Stuttgarter Bachstils“ auf die Fahne geschrieben.

Das zweiwöchige Festival Internationales Bachfest Stuttgart vereint junge und erfahrene Künstler:innen aus der ganzen Welt, die sich dem Komponisten und seiner Zeit widmen. Weiterhin unterhält die Bachakademie eigene Abonnementkonzertreihen in Stuttgart und Ludwigsburg und geht einer regen Konzerttätigkeit mit Auftritten im In- und Ausland nach.

VIDEO

PRESSESTIMMEN

„Denn was Hans-Christoph Rademann, seine Gaechinger Cantorey und handverlesene Solisten hier an vokal-instrumentaler Abstimmung, klanglicher Differenziertheit und rhetorisch geschulter Gestaltungskunst offenbaren, markiert wohl derzeit die Spitze historisch informierter Aufführungspraxis!“

concerti, 13. November 2023

„Dem Publikum des Jahres 2023 sprach dies aus innerstem Herzen.“

bachtrack, 16. Juli 2023

PROJEKTE 2026/27 – EINE AUSWAHL

18.-24. Januar 2027 – sowie auf Anfrage
MISSA SOLEMNIS
mit Christiane Karg, Sopran / Ulrike Malotta, Alt / Benjamin Bruns, Tenor / Markus Eiche, Bass / Chor und Orchester der Gaechinger Cantorey / Hans-Christoph Rademann, Dirigent

Zum Beethoven-Jahr 2027 präsentieren Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey ein Werk der Superlative: Als sein »opus summum« bezeichnete Beethoven seine Missa Solemnis – denn sie sprengt alle Grenzen des zuvor Bekannten. Nicht im Gottesdienst, sondern im Konzertsaal wurde sie uraufgeführt. Nicht liturgisch, sondern geradezu sinfonisch ist sie konzipiert, und ähnlich wie die nicht zufällig kurz darauf entstandene „Neunte“ verlangt sie den Ausführenden Höchstleistungen ab.

L. v. Beethoven: Missa solemnis op.123

Christiane Karg  ©  Gisela Schenker

23., 24. & 26. März 2027
JOHANNESPASSION
mit Rowan Pierce, Sopran / Henriette Gödde, Alt / Patrick Grahl, Tenor – Evangelist / Tobias Berndt, Bass – Pilatus und Arien / Markus Eiche, Bass – Christus / Chor der Gaechinger Cantorey / Kammerorchester Basel / Hans-Christoph Rademann, Dirigent

Die Gaechinger Cantorey hat sich unter der Leitung Hans-Christoph Rademanns die internationale Verbreitung eines “Stuttgarter Bachstils” auf die Fahne geschrieben. Unter den vielen Meilensteinen, die gesetzt wurden, zählt zweifellos die Johannespassion, deren emotionale Vielschichtigkeit von Ensemble und Dirigent so tiefgehend ausgelotet wie leidenschaftlich musiziert wird. In der Saison 2026/27 beleuchten Rademann und der Chor der Gaechinger Cantorey das Werk aus Sicht einer jüngeren Epoche, und präsentieren es gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel in der 1851 in Düsseldorf (ur-)aufgeführten Fassung von Robert Schumann.


J. S. Bach: Johannespassion BWV 245 in der Bearbeitung von R. Schumann

Kammerochester Basel © Matthias Müller

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Welcome on board!

Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit einem der besten Klangkörper Dänemarks, dem Concerto Copenhagen, seit Anfang Juni 2025 intensiviert zu haben. Zukünftig stehen wir dem Orchester in Strategiefragen sowie bei der internationalen Tourneeplanung beratend zur Seite. Es ist uns eine Freude, an der spannenden Geschichte von Concerto Copenhagen mitschreiben zu dürfen, und wir heißen dieses wunderbar vielseitige Ensemble herzlich willkommen!

Concerto Copenhagen (CoCo) verbindet künstlerische Authentizität und Innovation durch originelle und kompromisslose Interpretationen, die der Musik neues Leben einhauchen und sie für ein modernes Publikum erneut relevant machen. Seit 1999 hat die Zusammenarbeit zwischen CoCo und Lars Ulrik Mortensen zu einer aufregenden künstlerischen und musikalischen Reise geführt, die von Publikum und Kritikern in aller Welt geschätzt und gelobt wird. Mit einem einzigartigen Repertoire, das bekannte europäische Musik mit weniger bekannten Werken skandinavischen Ursprungs sowie mit neuer Musik kombiniert, feierte CoCo 2021 sein 30-jähriges Bestehen.