Wagner Zyklus

2023 startete das mehrjährig angelegte Projekt The Wagner Cycles. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Kent Nagano und Jan Vogler wird die Ring-Tetralogie seit 2023 im Kontext ihrer Entstehungszeit sowie auf Basis aktueller Erkenntnisse der Wagner- und Aufführungspraxis-Forschung neu erarbeitet. Mit Kent Nagano am Pult präsentieren Concerto Köln, das Dresdner Festspielorchester und renommierte Solist:innen auf der traumhaft schönen Bühne der Villa Rufolo an der Amalfiküste Teile des vierten und letzten Teils. 

31. Juli 2026, Ravello Festival
GÖTTERDÄMMERUNG
Young Woo Kim, Siegfried / Johannes Kammler, Gunther / Patrick Zielke, Hagen / Åsa Jäger, Brünnhilde / Ania Vegry, Gutrune / Jasmin Etminan, Waltraute & Erste Norn / Marie-Luise Dreßen, Zweite Norn / Ania Vegry, Dritte Norn / Dresdner Festspielchor der Richard-Wagner-Akademie / Concerto Köln / Dresdner Festspielorchester / Kent Nagano, Dirigent
R. Wagner: Vorspiel zu und 1. Akt aus Götterdämmerung – Dritter Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen (historisch informierte konzertante Aufführung)

Ein Projekt der Dresdner Musikfestspiele unter der künstlerischen Leitung von Kent Nagano und Jan Vogler.

Klein. aber fein!

Das Berliner Freigeist Ensemble und die Sopranistin Marlis Petersen sind ein erprobtes Team. Unter der Leitung von Ensemble-Gründer Joolz Gale eröffnen sie das diesjährige Chiemgauer Festival FESTIVO mit Liedern von Brahms bis Berg und Bruckners Sinfonie Nr. 6 in einer neuen Fassung für kleine Besetzung. Die reduzierte Orchesterbesetzung bringt die klangreichen Werke des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts in filigraner und feinsinniger Weise zu Gehör, und zeigt Details, die im vollen Orchesterklang gerne verloren gehen.

Ein Idealfall von Nähe.” (Tagesspiegel Berlin, 2021)  

Juli 2026, Festivo, Aschau
SONGS & SYMPHONY – BRUCKNER, STRAUSS & MORE
Freigeist Ensemble / Marlis Petersen, Sopran / Joolz Gale, Dirigent
Werke von R. Strauss, A. Berg, R. Wagner, J. Brahms & A. Bruckner

Goodbye, dear Peter!

Im Juni 2026 erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod unseres Geschäftspartners und Freundes Peter Readman. Als Chairman, Berater und enger Begleiter des Chamber Orchestra of Europe trug Peter von Anfang an zu einer der größten Erfolgsgeschichten der europäischen Orchestergeschichte des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts bei, indem er eine Gruppe junger, herausragender und ambitionierter Musiker*innen darin unterstützte, den Traum von einem eigenen, selbstbestimmten und frei finanzierten Kammerorchester Wirklichkeit werden zu lassen – einem Orchester, in dem sich die Liebe zum gemeinsamen Musizieren, die Lebendigkeit eines Jugendorchesters und das kompromisslose Festhalten an höchsten Qualitätsstandards dauerhaft verbanden.

Während seiner Hochzeitsreise zu den Salzburger Festspielen im Jahr 1980 gelang es James Judd (damals Assistent Claudio Abbados), Peter und seine frisch angetraute Frau Victoria für das Unternehmen „Orchestergründung“ zu begeistern. Seitdem sind beide dem COE weit mehr als nur verbunden. Es gab kaum einen Solisten oder eine Solistin oder einen Dirigenten, die oder den Peter nicht auf das Herzlichste begrüßte, kaum einen Veranstaltungsort, den Peter und Victoria nicht wenigstens einmal besucht hätten, keine Orchestermusikerin und keine*n Orchestermusiker*in, die oder den sie nicht wärmstens in die COE-Familie aufnahmen, kein Projekt, kein Programm und keine Idee, für die Peter sich nicht zuständig fühlte oder begeistern konnte. Gemeinsam mit den Musiker*innen und dem Management sorgte Peter dafür, dass das COE heute zu den weltweit bedeutendsten Klangkörpern zählt, dass einige der größten Dirigent*innen ihrer Zeit dort eine künstlerische Heimat fanden und finden, dass international renommierte Solist*innen immer wieder mit größter Freude mit dem Orchester um die Welt reisen und dass auch in schwierigen Phasen die Existenz dieses einmaligen Klangkörpers gesichert blieb.

Wir erinnern uns an viele Gespräche und Begegnungen mit Peter – sei es im Londoner COE-Büro, in der Philharmonie Berlin oder in der Hotelbar in Eisenstadt –, wenn wir Projektplanungen, Strategien für die Zukunft und Finanzierungsmöglichkeiten diskutierten oder einfach Ideen wälzten und an seinem detaillierten Erinnerungsschatz teilhaben durften. Als überzeugter Europäer, als Musik- und Kulturliebhaber, als weltoffener und von zutiefst humanistischen Werten geleiteter Mensch war Peter eine Persönlichkeit, die beeindruckte, ohne dies zu beabsichtigen oder es überhaupt nötig zu haben. Seine Warmherzigkeit, seine Klugheit, seine Begeisterungsfähigkeit, seine Offenheit und seine fröhliche Art machten Begegnungen mit ihm stets zu einem intellektuellen und menschlichen Vergnügen. Wir verlieren nicht nur einen wichtigen Geschäftspartner, sondern auch einen guten und zuverlässigen Freund.

Auf Wiedersehen lieber Peter – Du wirst uns so sehr fehlen, wie Deine Persönlichkeit und Dein Leben weiterwirken werden! Deiner Frau Victoria, Deinen Kindern und Enkelkindern, und natürlich den Musiker*innen und den Mitarbeiter*innen des COE-Büros wünschen wir von Herzen ein gutes Abschiednehmen, und alle Liebe und Energie, um die Trauer zu tragen. Wir teilen diese mit euch und werden Peter einen besondern Platz in unseren Herzen bewahren!

À la Veneziana!

Gleich ein ganzes Wochenende gestalten Il Giardino Armonico und Giovanni Antonini bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen: zwei Abende mit der international gefeierten Sopranistin Julia Lezhneva, sowie ein Instrumentalprogramm mit dem künstlerischen Leiter als Solist an der Blockflöte. Im Anschluss daran präsentieren die Ba-Rocker gemeinsam mit dem Countertenor Alois Mühlbacher bei den Stiftskonzerten in Linz ein venezianisches Programm mit Werken der Renaissance und des Barock.

10., 11. & 12. Juli 2026, Ludwigsburger Schlossfestspiele / 16. Juli 1027, Europäische Festwochen Passau / 17. Juli 2026, OÖ. Stiftskonzerte, Linz
ARIANA A NAXOS / INSTRUMENTALPROGRAMM
Il Giardino Armonico / Julia Lezhneva, Sopran (10. & 12. Juli) / Alois Mühlbacher, Countertenor (17. Juli) / Giovanni Antonini, Dirigent
A.  Vivaldi: Concerti e-Moll RV 134 & D-Dur RV 428 / A.  Vivaldi: Opernarien aus La Griselda, Bajazet, Ottone in villa, Il Giustino & L’Olimpiade / G. P. Telemann: Concerto C-Dur TWV 51:C1 / J. Haydn: Cantata Arianna a Naxos Hob. XXVIIb:2 (10. & 12. Juli)
Werke von D. Castello, G. Legrenzi, A. Vivaldi, B. Galuppi u.a. (16. & 17. Juli)

Wir sind bei der INTHEGA

Vom 29. Juni bis zum o1. Juli 2026 findet in der Stadthalle Bielefeld der INTHEGA-Kongress 2026 statt. Die Veranstaltung gilt in Deutschland als wichtigster Branchentreff, der mit dem Theatermarkt und der Fachtagung ein umfassendes Forum zu Austausch und Vernetzung bietet. Fachpublikum aus Schauspiel, Musiktheater, Crossover, Tanz, Kinder- und Jugendtheater, Comedy/Kleinkunst/Kabarett, Shows und Konzerte kommen für drei Tage zusammen.

Michael Sauter freut sich, Ihnen unsere Tanz- und szenischen Projekte im Gespräch vorzustellen!

29. Juni – 01. Juli 2026, Stadthalle Bielefeld
INTHEGA-KONGRESS 2026

Vorhang auf – Tanz & szenische Projekte

Grenzen erweitern oder aufheben, neue Wege erkunden und in den Austausch mit anderen künstlerischen Disziplinen treten – für viele unserer Ensembles ist der Aktionsradius längst über das bloße Musikmachen hinausgegangen, auch weil die drängenden gesellschaftspolitischen Fragen auch die Kunst und ihre Akteure herausfordern. Alte und neue Erzählungen, eingebettet in Musik vom Barock bis zum zeitgenössischen Pop, Schauspiel, Film und Lichtinstallationen laden das Publikum zu aufregenden Kunsterfahrungen.

PROJEKTE 2027/28 – EINE AUSWAHL

BRYGGEN

16. November – 14. Dezember 2027
16. Januar – 22. Februar 2028 sowie auf Anfrage
MAX RICHTER: FOUR SEASONS RECOMPOSED WITH DANCE: FOUR SEASONS CHANGED
BRYGGEN – Bruges Strings / Jolente De Maeyer, Konzept & musikalische Leitung & Solovioline / Michiel Vandevelde, Choreographie & Konzept & Bühnenbild & Licht / Amanda Barrio Charmelo, Tanz / Milk of Lime, Kostüme

four seasons changed ist eine Neuinterpretation von Max Richters ikonischer Musik “Recomposed by Max Richter: Vivaldi – Die vier Jahreszeiten“ als choreografierte Reflexion über den Wandel als eine kraftvolle und zugleich verletzliche Lebensform. Das Streicherensemble BRYGGEN spielt nicht nur, sondern bewegt sich während der gesamten Aufführung in endlos variierenden Mustern. Neben den Musikern verwebt sich eine einzelne Tänzerin zwischen den Streichern, die sowohl als Gegenpart fungiert als auch die emotionale Struktur der Komposition hervorhebt.

M. Richter: The Four Seasons – Vivaldi Recomposed

Chefchoreograph Michiel Vandevelde begreift die Tanzgeschichte als „lebendiges Archiv“ und verknüpft jede Jahreszeit mit einer prägenden choreografischen Traditionslinie:

  • Frühling: Inspiriert von Isadora Duncan.
  • Sommer: In Anlehnung an Anna Halprin.
  • Herbst: Eine Hommage an Pina Bausch.
  • Winter: Orientiert an Trisha Brown.

FINNISH BAROQUE ORCHESTRA

Termine auf Anfrage
EARTHRISE
La Chambre aux échos / Aleksi Barrière, Text & Regie / Juha T. Koskinen, zeitgenössische Komposition / Marianna Henriksson, musikalische Leitung & Barockmusik-Montage / Anni Elif Egecioglu, Gesang & Vokalimprovisation / Thomas Kellner, Schauspiel / Étienne Exbrayat, Lichtdesign / Lucia Schmidt, Videodesign

Earthrise ist eine interdisziplinäre Performance, in der barocke Klänge und zeitgenössische Musik in einen engen Dialog treten. Das Finnish Baroque Orchestra (FiBO) und das Ensemble La Chambre aux échos erschaffen ein szenisch-musikalisches Gesamterlebnis, das die Verletzlichkeit unseres Planeten und die Zukunft der Menschheit thematisiert. Inspiriert von den Lebensgeschichten von Johannes und Katharina Kepler verbindet Earthrise Musik des 17. Jahrhunderts mit neuer, genreübergreifender Musik des Komponisten Juha T. Koskinen und der Vokalkünstlerin Anni Elif Egecioglu. Im Zentrum der Inszenierung stehen zwei Hauptfiguren – ein Schauspieler und eine Sängerin –, die von einem siebenköpfigen, auf historischen Instrumenten spielenden Barockensemble auf der Bühne begleitet werden. Durch Live-Looping (SOMA Cosmos Station) und feinfühliger elektronischer Verstärkung werden neue akustische und emotionale Räume erschließen.

Werke von K. Harant, P. de Monte, M. Praetorius, S. Scheidt, J. H. Schein, R. Weichlein, J. T. Koskinen, A.E. Egecioglu, J. T. Koskinen

Earthrise © La Chambre aux échos
Earthrise © Minna Hatinen
 

CONCERTO COPENHAGEN

20. Juni – 20. Juli 2028 sowie auf Anfrage
KALEIDOSCOPE
Concerto Copenhagen / Kammerbaletten / Emmanuel Frankenberg, musikalische Leitung / Sebastian Kloborg & Tobias Praetorius & Paul Lightfoot, Choreographie / Frederik Skålerud Hougs, Lichtdesign.

In Kaleidoscope entwicklen die preisgekrönten Choreographen Sebastian Kloborg und Tobias Praetorius Arbeiten für die farbenreiche Klangwelt der Barockmusik und erkunden, wie sich Formen, Kontraste und Emotionen des Barock in zeitgenössische Bewegung übersetzen lassen. Jeder der drei Choreographen schafft ein eigenständiges Werk. Gemeinsam mit Concerto Copenhagen und Kammerballetten eröffnen sie neue Ebenen der Musik – Tiefe, Detailreichtum und Dramaturgie, geprägt durch die Energie und Präsenz des Tanzes.

Teil 1: LiVE ON TAPE – Sebastian Kloborg, Choreographie (2026)
Werke von A. Vivaldi, H. Guðnadóttir & A. Deller

Teil 2: SELF PORTRAIT – Paul Lightfoot, Choreographie (2021)
Werke von A. McKenzie

Teil 3: (ohne Titel) – Tobias Praetorius, Choreographie (2026)
Werke von G. Muffat, H. I. F. Biber

“Live On Tape is a declaration of love to live music — to its execution, emergence, and sharing.“

Sebastian Kloborg, Choreograph

SIMONE MENEZES

Termine auf Anfrage
AMAZÔNIA – Orchesterkonzert mit Fotos von Sebastião Salgado
Camila Provenzale, Sopran / Simone Menezes, Dirigentin

„Ein Erlebnis der Sonderklasse”, nannte das Feuilleton Frankfurt im September 2024 eine Aufführung des Orchesterkonzerts Amazônia, das unter der musikalischen Leitung von Simone Menezes und mit Fotografien des mittlerweile verstorbenen weltberühmten Sebastião Salgado an der Alten Oper Frankfurt zur Aufführung gekommen war. Das Programm feiert den einzigartigen Naturkosmos des Amazonas in all seinen Facetten mit Kompositionen von Heitor Villa-Lobos und Philip Glass, die sich, wie die Fotografien Salgados, unmittelbar auf dieses vielfältige, wilde und leider auch hochgradig gefährdete Regenwaldgebiet beziehen. Die italienisch-brasilianische Dirigentin Simone Menezes hat dieses Programm mit verschiedenen Orchestern unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, bei den Dresdner Musikfestspiele sowie bei Gulbenkian Música in Lissabon zu Gast.

H. Villa-Lobos: Auszüge aus Bachianas Brasileiras / P. Glass: Águas da Amazônia – Metamorphosis / H. Villa-Lobos: Floresta do Amazonas (arr. als Suite von Simone Menezes)

“Striking beauty, gentle evocation and romantic lushness, provided indelible memories.“

The Guardian, 15. Oktober 2021

Stanley Dodds & ZeMu!

Termine auf Anfrage
THE ONCE AND FUTURE
Yeo Siew Hua, Regisseur / Eugene Birman, Komponist / Anandi Bhattacharya, in Zusammenarbeit mit Microsoft Azure Computer Vision und Google Cloud API, Gesangssolistin, Librettistin / ZeMu! Ensemble mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, Live-Aufführung / Stanley Dodds, Dirigent

Bei The Once and Future wird eine erweiterte Kinoerfahrung geschaffen, durch die Kombination von Hi-Power-Laser-Tracking, Cross-Over-Vokalperformance und KI-unterstütztem Libretto, mit der virtuosen Kunstfertigkeit der Mitglieder:innen der Berliner Philharmoniker und einem neuen Film, der in 12K von dem renommierten singapurischen Regisseur Yeo Siew Hua gedreht wurde.

Mit der Beteiligung der Sängerin Anandi Bhattacharya, des Komponisten Eugene Birman, des Dirigenten Stanley Dodds, des Regisseurs Yeo Siew Hua und des ZeMu! Ensembles. Das ZeMu! Ensemble ist das neueste Ensemble, das aus den Reihen der weltberühmten Berliner Philharmoniker hervorgeht und sich der Verfolgung wegweisender Technologie- und Crossover-Projekte mit neuen Medien in der klassischen Musik verschrieben hat. ‚The Once and Future‘ ist sein Debütprojekt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

„Das beeindruckendste und zugleich umstrittenste Werk des Festivals: Yeo Siew Huas ehrgeiziges, multidisziplinäres Epos mit Film, Theater, Lasershow und der großartigen postmodernen Musik der Berliner Philharmoniker.“

Business Times (SG)

Auf Spurensuche

Das Orchestra of the Eighteenth Century und der Cellist Jean-Guihen Queyras folgen in ihrem gemeinsamen Programm den Verbindungen zwischen Johann Sebastian Bach, seinem Sohn Carl Philipp Emanuel Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Ohne das Wirken der beiden Letztgenannten, die Bachs musikalisches Erbe weitergetragen, beziehungsweise wieder zutage geführt haben, hätte die europäische Musikgeschichte einen anderen Verlauf genommen, wäre unser heutiges Repertoire um einen entscheidenden Teil ärmer.

06. Juni 2026, Alte Oper Frankfurtn
BACH & MENDELSSOHN
Orchestra of the Eighteenth Century / Jean-Guihen Queyras, Cello / Richard Egarr, musikalische Leitung
J. S. Bach: Suite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 / C. P. E. Bach: Violoncellokonzert A-Dur Wq 172 / F. Mendelssohn-Bartholdy: Die Hebriden op. 26 / Sinfonie Nr. 5 in D-Dur op. 107 „Reformationssinfonie“

Ein einzigartiger Kosmos

„Ein Erlebnis der Sonderklasse”, nannte das Feuilleton Frankfurt im September 2024 eine Aufführung des Orchesterkonzerts Amazônia, das unter der musikalischen Leitung von Simone Menezes und mit Fotografien des mittlerweile verstorbenen weltberühmten Sebastião Salgado an der Alten Oper Frankfurt zur Aufführung gekommen war. Das Programm feiert den einzigartigen Naturkosmos des Amazonas in all seinen Facetten mit Kompositionen von Heitor Villa-Lobos und Philip Glass, die sich, wie die Fotografien Salgados, unmittelbar auf dieses vielfältige, wilde und leider auch hochgradig gefährdete Regenwaldgebiet beziehen. Mit der Dresdner Philharmonie ist die italienisch-brasilianische Dirigentin im Juni bei den Dresdner Musikfestspielen und bei Gulbenkian Música eingeladen.

05. Juni 2026, Dresdner Musikfestspiele / 11. & 12. Juni 2026, Gulbenkian Música, Lissabon
AMAZÔNIA – Orchesterkonzert mit Fotos von Sebastião Salgado
Dresdner Philharmonie / Camile Provenzale, Sopran / Simone Menezes, Dirigentin
H. Villa-Lobos: Auszüge aus Bachianas Brasileiras / P. Glass: Águas da Amazônia – Metamorphosis / H. Villa-Lobos: Floresta do Amazonas (arr. als Suite von Simone Menezes)

Vielfalt der Emotionen

Mit ihrem langjährigen musikalischen Partner und Freund Ian Bostridge erforschen Europa Galante und Fabio Biondi in ihrem Programm Lamento menschliche Seelenzustände: Lamento erzählt von Affekten und Emotionen, von Trauer, Jubel, Streit und Freude – kurz, von der Vielfalt menschlicher Empfindungen, wie sie im 17. Jahrhundert in neuen musikalischen Formen und Techniken, die vor allem in Italien entstanden, zum Ausdruck kamen. Fabio Biondi über das Programm: “Die Idee entstand aus der Auseinandersetzung mit den sozialen Problemen und Unsicherheiten, mit denen wir heute leben. Es gibt ein Gefühl existenziellen Leidens, und ich wollte das musikalisch erforschen.”

23. Mai 2026, Musikverein Wien
LAMENTO
Europa Galente / Ian Bostridge, Tenor / Fabio Biondi, Violine & Leitung
Werke von D. Castello, C. Monteverdi, C. Farina, S. D’India, G. Frescobaldi