Mögen Sie Bach?

Concerto Copenhagen präsentiert J. S. Bachs sechs Triosonaten für Orgel in einer völlig neuen, farbenreichen Orchestrierung, inspiriert von den Brandenburgischen Konzerten. In enger Zusammenarbeit mit den Orchestermusiker:innen und dem künstlerischen Leiter Lars Ulrik Mortensen hat der Oboist Antoine Torunczyk die Werke neu arrangiert – mit Instrumenten wie Traversflöte, Blockflöte, Oboe d’amore, Oboe da caccia, Viola d’amore, Naturhorn, Violoncello da spalla und Fagott. Ein Klangkosmos, der Bachs Musik zugleich vertraut und neu erscheinen lässt.


26. März 2026, Internationales Bachfest Stuttgart

NEW BRANDENBURG CONCERTOS
Concerto Copenhagen / Lars Ulrik Mortensen, Dirigent
J. S. Bach: Triosonaten 1 – 6, BWV 525 – 2530, arr. von Antoine Torunczyk

Beethoven-Premiere in Athen

Im März ist das Chamber Orchestra of Europe nach Athen eingeladen, wo es mit Kirill Gerstein Beethovens Klavierkonzerte an zwei Tagen zur Aufführung bringt. Das Besondere an dem zweitätigen Aufenthalt ist, dass Gerstein in diesen Zyklus auch Beethoven’s Piano Concerto No. 0 einbezieht. Bevor es ein „Nr. 1“ gab, existierte gewissermaßen eine „Nr. 0“, die der junge Beethoven um 1785 im Alter von 13 oder 14 Jahren schrieb. Das Werk entstand also vor seinen offiziell nummerierten Klavierkonzerten und zeigt deutlich den Einfluss von Wolfgang Amadeus Mozart. Zu Beethovens Lebzeiten wurde es nie veröffentlicht, und Beethoven selbst gab ihm auch keine Nummer. Erst nach seinem Tod erschien es im Katalog unter der Bezeichnung WoO 4 („Werk ohne Opuszahl“).

Für das COE ist die Aufführung dieses nur in Teilen erhalten gebliebenen Werks eine Premiere.


18. & 19. März 2026, Megaron – The Athens Concert Hall

BEETHOVEN KLAVIERZYKLUS
Chamber Orchestra of Europe / Kirill Gerstein, Klavier & Leitung
L. v. Beethoven: Klavierkonzerte 1 – 5, WoO 4.

International Artist Managers‘ Association (IAMA)

Die International Artist Managers‘ Association (IAMA) ist der einzige weltweite Verband für Künstleragenturen im Bereich der klassischen Musik. Sie widmet sich der Unterstützung der Bedürfnisse all ihrer Mitglieder – einschließlich Affiliate- und Gruppenmitglieder – und setzt sich dafür ein, die professionellen Standards im Musikgeschäft zu erhöhen.

Standardleistungen umfassen alles, was man von einem internationalen Berufsverband erwarten würde: internationale Steuer- und Rechts-Hotlines, regelmäßige Newsletter, ein internationales Mediations- und Schiedsverfahren, eine internationale Beobachtungsliste, Rabattaktionen für Publikationen und Weltkongresse, Seminare, gesellschaftliche Veranstaltungen, Geschäftsreisen, ein internationales Programm für junge Künstler sowie den Zugang zu einem engagierten Mitarbeiterteam.

Die IAMA hat ihre Mitgliederzahl in den letzten fünf Jahren verdoppelt, darunter sowohl Vollmitglieder aus dem Künstler-Management als auch Affiliate-Mitglieder wie Orchester, Festivals, PR-Agenturen, Reiseanbieter und Verlage. Die Organisation schafft Gelegenheiten für Mitglieder, sich in vielen Ländern zu treffen, einschließlich ihrer internationalen Konferenz, die jedes Jahr im April stattfindet.

SAVE THE DATE
35th IAMA Conference 2026
14. – 16. April 2026 IN TALLIN

Genese & Gefühl

Zu Unrecht vergessene Komponist:innen wiederzuentdecken, gehört zur künstlerischen DNA Fabio Biondis und seines Ensembles Europa Galante. Der belgische Komponist Pieter Van Maldere (1729–1768), Hofkomponist in Brüssel, spielte eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Sinfonie. Seine Werke genossen europaweite Popularität und beeinflussten sowohl Haydns als auch Mozarts sinfonisches Wirken. Das Programm, mit dem Europa Galante in Antwerpen gastiert, zeichnet eine feine Linie der sinfonischen Genese von Vivaldi bis Mozart.

Mit Ian Bostridge geht das Orchester im Anschluss noch ein Stück weiter zurück in der Musikgeschichte: Lamento erzählt von Affekten und Emotionen, von Trauer, Jubel, Streit und Freude – kurz, von der Vielfalt menschlicher Empfindungen, wie sie im 17. Jahrhundert in neuen musikalischen Formen und Techniken, die vor allem in Italien entstanden, zum Ausdruck kamen.


12. März 2026, DeSingel

FROM VIVALDI TO MOZART
Europa Galante / Fabio Biondi, Violine & Leitung
Werke von P. van Maldere, A. Vivaldi, J. Haydn, W. A. Mozart

16. März 2026, Brucknerhaus Linz / 21. März 2026, Laieszhalle Hamburg
LAMENTO
Europa Galante / Ian Bostridge, Tenor / Fabio Biondi, Violine & Leitung
Werke von D. Castello, C. Monteverdi, C. Farina, S. D’India, G. Frescobaldi

Polyphonische Begegnungen – Polyphonic Encounters IV

Das Phantasm Viol Consort startete im März 2025 eine eigene Konzertreihe in der St. Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte. Insgesamt vier Konzerte widmen sich ganz der Polyphonie und rücken jeweils einen in dieser Kompositionstechnik besonders profilierten Komponisten in den Fokus. Im vierten und letzten Konzert der Reihe stellt Phantasm fünf- und sechstimmige Consorts des hierzulande wenig bekannten Komponisten William Lawes (1602-1645 ) vor.

Im Anschluss an das Konzert lädt das Ensemble zum traditionellen Umtrunk und zum Gespräch an der Bar ein.

„Egal wie viel man sich mit historischen Vorbildern und Quellen auseinandersetzt – nichts bereitet einen auf die Originalität und den Wagemut der Gambenconsorts von William Lawes vor“, so Laurence Dreyfus, Gründer und musikalischer Leiter von Phantasm. Einen Vorgeschmack bieten die beiden Lawes-Einspielungen des Ensembles von 2001 und 2002:

Diese Aufnahme verdient einen Platz in der Sammlung all derer, die einige der großartigsten Kammermusikwerke des 17. Jahrhunderts erleben möchten.“
(Fanfare, 2002)

Diese Aufnahme setzt neue Maßstäbe für Consort-Spiel.“
(Gramophone Magazin, 09/2000)

POLYPHONISCHE BEGEGNUNGEN – POLYPHONIC ENCOUNTER
Konzert IV – William Laws, Exceptional Eccentric
Fünf- und Sechstimmige Consorts
Sonntag, 08. März 2026, 17.00 Uhr St. Elisabeth
Laurence Dreyfus, Diskantgambe and Leitung / Emilia Benjamin, Diskantgambe / Jonathan Manson, Altgambe / Heidi Gröger, Altgambe / Markku Luolajan-Mikkola, Bassgambe / Martin Jantzen, Bassgambe

Verbindungen

Unter der Leitung seines Ehrenmitglieds Robin Ticciati präsentiert das Chamber Orchestra of Europe ein Programm, in dem unterschiedliche musikalische Bezüge hörbar gemacht werden: So orchestriert Anton Webern auf originelle Weise das sechsstimmige Ricercar aus Bachs Musikalischem Opfer, reagiert Sofia Gubaidulina in ihren Reflections on the Theme B-A-C-H auf dessen große unvollendete Fuge am Schluss der Kunst der Fuge. Robert Schumanns Violinkonzert, gespielt von der norwegischen Star-Geigerin Vilde Frang, wiederum bezieht sich auf barocke Traditionen und weist in seiner visionären Harmonik zugleich in die Zukunft.


10. Februar 2026, Bozar, Brüssel / 11. Februar 2026, DeSingel, Antwerpen / 12. Februar 2026, Theater Heerlen

REFLEKTIONEN
Chamber Orchestra of Europe / Vilde Frang, Violine / Robin Ticciati, Dirigent
S. Gubaidulina, arr. Gidon Kremer: „Reflections on the Theme B-A-C-H / R. Schumann: Violinkonzert d-Moll / J. S. Bach arr. A. Webern: Ricercar à 6 aus dem Musikalischen Opfer / W. A. Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“


Unsere nächsten Konzerte

In den kommenden Wochen führen uns die vielseitigen Programme unserer Orchester an einige spannende musikalische Zentren Europas: mit dem Chamber Orchestra of Europe reisen wir unter anderem nach Brüssel und Athen, das Phantasm Viol Consort spielt in Berlin und London, Sarah Willis & The Sarahbanda feiern in Frankfurt einen der bedeutendsten deutschen Filmemacher, Europa Galante & Fabio Biondi erkunden in Antwerpen und Hamburg musikalische Anfänge, und Concerto Copenhagen lassen unter der Leitung Lars Ulrik Morensens Bach ganz neu erklingen.

Und natürlich hoffen wir, Sie bei der nächsten Ausgabe der Classical:NEXT in Budapest zu sehen!

HOCHKARÄTIG x 4

Das Chamber Orchestra of Europe kann sich rühmen, ausgezeichnete Beziehungen zu den bedeutendsten Solist*innen und Dirigent*innen unserer Zeit zu pflegen und dabei stets als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden. Mit Beethovens Tripelkonzert in der exzellenten Besetzung mit dem brillantesten Brüderpaar der französischen Musikszene, Renaud und Gautier Capuçon, und der „Zarin des Klaviers“, Martha Argerich, nimmt das COE nicht nur an einem musikalischen Dialog teil, sondern formt als gleichberechtigter Partner Struktur und Motivgestaltung und sorgt für das klangliche Gleichgewicht – also Tripelkonzert zu viert!

28. Januar 2026, Musikverein Wien

TRIPELKONZERT
Gautier Capuçon, Cello / Martha Argerich, Klavier / Chamber Orchestra of Europe / Renaud Capuçon, Violine & Leitung
L. v. Beethoven: Tripelkonzert C-Dur op. 56 / A. Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88


Vokalhelden e. V.

Der Höhepunkt des Abends aber war der Vokalhelden Kinderchor.“

Die Vokalhelden sind ein Chorprogramm mit mehreren Kinderchören und einem Jugendchor in Berlin. Seit ihrer Gründung 2013 durch die Berliner Philharmonikern auf Initiative von Sir Simon Rattle und Simon Halsey begeistern die Vokalhelden junge Menschen von 6 bis 18 Jahren für das Singen – egal woher sie kommen oder welche Sprache sie sprechen. Seit 2021 sind die Vokalhelden in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins. Künstlerischer Leiter der Vokalhelden ist Johannes David Wolff.

An den vier Standorten in Hellersdorf, Moabit, Schöneberg und in der Gropiusstadt und im bezirksübergreifenden Jugendchor proben wöchentlich rund 450 Kinder von 6 bis 18 Jahren in zwölf Vokalhelden-Chören. Ziel ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche unabhängig von Herkunft, Muttersprache, Beeinträchtigungen oder finanziellen Mitteln für das gemeinsame Singen zu begeistern.

2023 erhielten die Vokalhelden den OPUS KLASSIK in der Kategorie Nachwuchsförderung sowie den Förderpreis für interkulturellen Dialog der Pill Mayer Stiftung.