Molyvos International Music Festival

Das Molyvos International Music Festival (MIMF), 2015 von Danae und Kiveli Dörken gegründet, ist ein einzigartiges Projekt im nördlichen Mittelmeerraum, das die größten internationalen jungen Talente zu einem viertägigen Fest klassischer Musik zusammenbringt.

Zentraler Spielort des Festivals ist Molyvos auf der griechischen Insel Lesbos. Die aus prähistorischer Zeit stammende Kleinstadt kann auf eine lange und wechselhafte Geschichte zurückblicken. Seit jeher sowohl von europäischen als auch außereuropäischen Traditionen geprägt, bildet sie heute die ideale Kulisse für das junge Festival, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die musikalische Vielfalt der Welt für das Publikum unmittelbar erlebbar zu machen. Auch deshalb gibt es neben den fünf Hauptkonzerten sogenannte „Molyvos Musical Moments“: An unterschiedlichen Plätzen des malerischen Ortes, am Strand, am Hafen oder einfach auf den Straßen treffen sich die Musiker zu kleinen musikalischen Einlagen und verwandeln das Dorf für vier Tage in ein musikalisches Klang-Kaleidoskop.

Mit der Zusammenführung von Musikern unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und kultureller Prägung steht das Molyvos Festival sowohl für die Förderung grenzüberschreitender kultureller Zusammenarbeit als auch für gelebten interkulturellen Dialog. In einem der Hauptzentren der internationalen Flüchtlingskrise gelegen, hatte das Molyvos Festival in 2015 unmittelbaren Anteil an den Aktivitäten, die lokal unternommen wurden um der dramatischen Lage Herr zu werden. Ziel ist es auch sechs Jahre danach, die Inselbewohner zu unterstützen, die sich mittlerweile durch den enormen Rückgang des Tourismus aufgrund der Flüchtlingskrise in ihrer eigen Existenz gefährdet sehen. Das Molyvos International Music Festival findet mit Unterstützung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Athen statt.

2021 stand das Molyvos International Music Festival unter dem Motto „ΕΛΕΥΘΕΡΙΑ – LIBERTY – FREIHEIT“ 200 Jahre griechische Revolution. Das Jubiläum von 1821, als die Griechen sich von der Herrschaft des ottomanischen Reichs befreiten und den ersten Schritt machten, der zur Formation des modernen Griechenlands führte, bildete den Ausgangspunkt für eine musikalische Deutung des Begriffes „Freiheit“ und seines Ursprungs. Vom 16. bis 19. August 2021 fanden fünf Kammerkonzerte dank gelockerter Maßnahmen in Griechenland unter freiem Himmel statt.

Zu den Künstlern, die neben den Dörken-Schwestern im Rahmen der siebten Festivalausgabe auftreten, zählten u.a. die Geiger Hyeyoon Park und Marc Bouchkov, der Cellist Benedict Klöckner, der Fagottist Theo Plath und die Klarinettisten Sebastian Manz und Pablo Barrágan.

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