Phantasm

© Marco Borggreve
© Marco Borggreve
© Marco Borggreve

Phantasm, ein preisgekröntes Gambenconsort, wurde 1994 von Laurence Dreyfus gegründet. Schnell setzte das Ensemble international einen neuen Standard für das Consortspiel, sowohl in der Tiefe seiner Interpretationen als auch in seiner Beherrschung makelloser Streichtechnik.

Das Consort, das unter anderem mit drei Gramophone Awards ausgezeichnet wurde, reist um die ganze Welt und tritt in Konzertreihen und bei Festivals in ganz Europa, Amerika und Asien auf. Die Auftritte und mehr als 20 CD-Aufnahmen von Phantasm werden immer wieder gelobt, wobei Kritiker ihre „Intensität und Homogenität des Klangs und ihre Schärfe für den stets aktiven emotionalen Fluss der Musik“ hervorheben. Ihre jüngsten Auszeichnungen sind der Gramophone Award 2017 für Alte Musik und der Diapason d’or de l’année 2017, der für ihre Aufnahme von Dowlands Lachrimae verliehen wurde.

Die Mitglieder:innen von Phantasm (aus Großbritannien, Finnland und Deutschland) waren von 2005 bis 2015 Consort-in-Residence an der University of Oxford und dem Magdalen College. Im Jahr 2015 verlagerte sich die Kunstaktivität der Gruppe nach Berlin.

Im März 2025 startete Phantasm seine eigene Konzertreihe POLYPHONISCHE BEGEGNUNGEN – POLYPHONIC ENCOUNTERS in der St. Elisabeth Kirche in Berlin. Jedes der Konzerte widmet sich einem in der polyphonen Kompositionstechnik außerordentlich bewanderten Künstlern, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem englischen Repertoire liegt: Johann Sebastian Bach, Orlando Gibbons, Henry Purcell und William Lawes.

VIDEO

PRESSESTIMMEN

„Das beste Gambenensemble der Welt“

BR Klassik

„Rigoroser Intellekt mit sensibler Musikalität.“

BBC Music Magazine

PROJEKTE 2027/28 – EINE AUSWAHL

Auf Anfrage
BYRD UND ENGLISCHE LIEDER
mit Anna Prohaska, Sopran / Phantasm

Dieses Programm widmet sich der besonderen Kunst des Consort Song bei William Byrd, in dem sich eine Solostimme mit einem Gambenconsort in fein ausbalanciertem Zusammenspiel verbindet. Im Dialog mit Thomas Tallis, John Dowland und Carlo Gesualdo entfaltet sich eine kontrastreiche Klangwelt zwischen Andacht, Melancholie und sinnlicher Ausdruckskraft. Von intimen Klagegesängen bis hin zu pastoralen oder politisch gefärbten Anspielungen zeigen diese Werke eine bemerkenswerte expressive Vielfalt, in der jede Instrumentalstimme den Text erweitert und erhellt, ohne ihn je zu überdecken.

Werke von W. Byrd, T. Tallis, J. Dowland.

Anna Prohaska (Photo: Marco Borggreve)

Auf Anfrage
DANCING WITHOUT DANCERS
mit Elizabeth Kenny, Laute & Theorbe / Phantasm

Musikhistoriker haben die in Tanzformen komponierte Kunstmusik des 16. und 17. Jahrhunderts häufig als „stilisierte Tanzmusik“ oder sogar als „abstrakte“ Tanzmusik bezeichnet. Diese Bezeichnungen greifen jedoch zu kurz. Denn die Komponisten jener Zeit waren sich der choreografierten Bewegungen der Tänzer sehr bewusst und versuchten, die Gesten und Ausdrucksformen von Füßen, Händen und Mimik in die musikalische Struktur selbst zu integrieren.

Mit seinen mehreren, jeweils eigenständigen Stimmen bietet das Gambenconsort ein besonders vielschichtiges Feld für eine solche musikalische Choreografie, die Tanzgattungen auf faszinierende Weise anklingen lässt. In diesem Programm mit Tanzmusik von Anthony Holborne, John Dowland, John Jenkins und William Lawes begegnen wir gerade deshalb einer so reichen Ausdruckspalette, weil die Musik niemals bloß als Hintergrund oder Begleitung dient.

Phantasm © Marco Borggreve

Termine auf Anfrage
THE ART OF BEING HUMAN
Laurence Dreyfus, Diskantgambe und musikalische Leitung / Alexander Polzin, visuelles Konzept / Sommer Ulrickson, Choreographie / Tanz: Saeed Hani Moeller, Sami Similae, Yamila Khodr, Camille Jackson, Rodolfo Piazza

The Art of Being Human ist eine Erkundung des Gefühls, lebendig zu sein und unter anderen zu existieren, in Beziehungen, die durch die Polyphonie der Alten Musik – ihre Dissonanzen und Harmonien – perfekt zum Ausdruck gebracht werden und sich in der Bewegung der Körper der Tänzer widerspiegeln, in einer Aufführung, die tiefe Einblicke in den eigentlichen Sinn des Lebens bietet. The Art of Being Human wurde vom Pierre Boulez Saal in Berlin in Auftrag gegeben, wo es im März 2023 erfolgreich uraufgeführt wurde.

Mit Werken von William Byrd, John Dowland, William Lawes, Henry Purcell und anderen

„Dreyfus bezeichnet den Abend daher als ‘anspruchsvoll’, aber das Ensemble meistert diese Herausforderung mit Bravour.“

rbbkultur, 24. März 2023

DOWNLOADS

VERGANGENE KONZERTE – EINE AUSWAHL

14. März 2025 / 12. Oktober 2025 / 11. Januar 2026 / 08. März 2026, St. Elisabeth-Kirche, Berlin
POLYPHONISCHE BEGEGNUNGEN – POLYPHONIC ENCOUNTERS
Vier Komponistenporträts im Zeichen der Polyphonie
Phantasm Viol Consort / Laurence Dreyfus, Diskantgambe and Leitung
Gäste: Ulrich Wolff, Bassgambe / Lea Rahel Bader, Bassgambe / Jean-Claude Kuner, Buchvorstellung / Martin Jantzen, Altgambe

Das Phantasm Viol Consort startete im März 2025 eine eigene Konzertreihe in der St. Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte. Insgesamt vier Konzerte widmen sich ganz der Polyphonie und rücken jeweils einen in dieser Kompositionstechnik besonders profilierten Komponisten in den Fokus.

Konzert I –Das Wohltemperierte Consort: Musik von Johann Sebastian Bach
Konzert II – Orlando Gibbons, Peerless Polyphonist
Konzert III – Henry Purcell, Prophetic Pathfinder
Konzert IV – William Lawes, Exceptional Eccentric

 
Phantasm Viol Consort © Eckard Schneider
Phantasm Viol Consort © Eckard Schneider

10. Januar 2024, Wigmore Hall / 24. Sepember 2024, Musikverein Wien
BYRD COMPARED: BYRD AND ENGLISH SONG
Phantasm Viol Consort / Laurence Dreyfus, Diskantgambe und musikalische Leitung / Anna Prohaska, Sopran

Mit Werken von William Byrd, John Dowland, Thomas Tallis, Carlo Gesualdo

„In der Wigmore Hall war ihr Umgang mit Musik der englischen und italienischen Renaissance von tadelloser Souveränität und tiefer Aufrichtigkeit geprägt, ihr Ton eine Mischung aus Seide und Silber, die Worte mit bewundernswerter Zurückhaltung gemeißelt.“

The Guardian, 11. Januar 2024

„So entstand gemeinsam mit dem fabelhaft aufeinander eingespielten Phantasm-Gambenconsort ein inniger Abend, der nicht nur den Fans Alter Musik gefiel.“

Die Presse, 24. September 2024

23., 24., 25. März 2023, Pierre Boulez Saal / 18. Juni 2023, Aldeburgh Festival / 12. März 2025, Elbphilharmonie Hamburg
THE ART OF BEING HUMAN
Phantasm Viol Consort / Laurence Dreyfus, Diskantgambe und musikalische Leitung / Alexander Polzin, visuelles Konzept / Sommer Ulrickson, Choreographie / Tanz: Saeed Hani Moeller, Sami Similae, Yamila Khodr, Camille Jackson, Rodolfo Piazza

Mit Werken von William Byrd, John Dowland, William Lawes, Henry Purcell und anderen

„Dreyfus bezeichnet den Abend daher als ‘anspruchsvoll’, aber das Ensemble meistert diese Herausforderung mit Bravour.“

rbbkultur, 24. März 2023

„Diese hypnotisierende Show war körperlich wagemutig, löste alle Vorstellungen von Geschlecht auf und lud zur Akzeptanz von Andersartigkeit ein… Die Wirkung war provokant und entrückt.“

The Guardian, 24. Juni 2023