Aga Khan Music Programme wurde von Karim Aga Khan mit dem Ziel ins Leben gerufen, herausragende Musiker und Musiklehrer darin zu unterstützen, ihr musikalisches Erbe zu bewahren, zu vermitteln, es in zeitgenössischen Formen weiter zu entwickeln und durch Konzerte und Aufnahmen weltweit zu verbreiten. Das Programm initiiert und implementiert länderspezifische Aktionsprogramme, um die Wiederbelebung und Bewahrung kulturellen Erbes zu unterstützen. Unter dieser Prämisse werden unter anderem besondere Programmreihen, in denen herausragende renommierte Künstler neue Kompositionen, Improvisationen und Arrangements eines stark durch die jeweilige Tradition inspirierten Repertoires vorstellen, entwickelt. Die Programme stellen stets künstlerische Begegnungen zwischen altehrwürdigen Traditionen und zeitgenössischen Formen dar, indem eine neue Generation hochkarätiger Musiker alte Musiktraditionen weiter entwickelt und variiert. Durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen entsteht so eine einzigartige musikalische Kreativität.
Im Februar 2019 waren Musiker des Aga Khan Music Programms zum ersten Mal in Deutschland zu Gast und präsentierten am Konzerthaus Dortmund in vier Konzerten, darunter ein Schulkonzert, die facettenreiche klassische Musik der Seidenstraße. Renommierte Musiker wie die chinesische Pipa-Spielerin Wu Ma, der syrische Komponist und Musiker Basel Rajoub oder Dutar- und der Tanburspieler Sirojiddin Juraev vereinten in ihren Auftritten Musiktraditionen ihrer Länder mit Improvisation und Anleihen aus der westlichen Jazz-Tradition. Das Multimediakonzert Qyrq Qyz – Vierzig Mädchen erzählte und reflektierte musikalisch wie bildlich eine jahrhundertealte Sage Zentralasiens, die die westliche Sicht auf Frauenbilder des Ostens möglicherweise verändern könnte.
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PRESSESTIMMEN
„Es ist nachhaltig beeindruckend zu sehen, welch schwindelerregend intellektuelle Leistungen klassischen Musikern in der Türkei, in Thailand und Java abverlangt werden.“
(Michael Church, Old and New Music from the Ends of the Silk Route, 2016, 2)
„Ein musikalisch hoch eindrucksvoller Abend, nicht zuletzt, um sich über das Fremde im Anderen und im eigenen Wesen klarzuwerden“
(Eva-Maria Reuther im Volksfreund, 12.08.2019)
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VERGANGENE KONZERTE – EINE AUSWAHL
15 – 17 Februar 2019, Konzerthaus Dortmund
ZEITINSEL – TRADITION UND NEUERFINDUNG
Vom 15. bis 17. Februar 2019 waren Künstler des Aga Khan Music Programme zum ersten Mal in Deutschland zu Gast und präsentierten am Konzerthaus Dortmund in vier Konzerten, darunter ein Schulkonzert, die facettenreiche klassische Musik der Seidenstraße.
NEUE MUSIK VON BEIDEN ENDEN DER SEIDENSTRAßE
Wu Man, Pipa / Basel Rajoub Saxofon, Duclar / Sirojiddin Juraev Dutar, Tanbur / Feras Charestan, Kanun / Andrea Piccioni, Perkussion
Das weite Netz der Seidenstraße steht nicht nur für regen Handel, sondern auch für ein virtuoses Instrumental- und Vokalrepertoire. Die Musiker um Pipa-Spielerin Wu Man wollen diese alten Musiktraditionen ihrer Heimat nicht in Vergessenheit geraten lassen und bewahren sie als stete Orientierungshilfe, mit der sie diesem Erbe durch zeitgenössische Klangimpulse neues Leben verleihen.
QYRQ QYZ – VIERZIG MÄDCHEN
Raushan Orazbaeva Musikalische Leitung, Kyl Kobiz / Gumisay Berdikhanova Gesang, Girjek / Gumshagul Bekturganova Gesang, Dutar / Aziza Davronova Gesang, Dutar, Schlagwerk / Tokzhan Karatai Gesang, Kyl Kobiz / Makhabat Kobogonova Gesang, Kyl-Kiyak, Choor / Chopo-Choor, Harfe / Arailym Omirbekova Gesang, Dombyra / Saltanat Yersultan Gesang, Jetigen / Alibek Kabdurakhmanov Perkussion, Chang / Saodat Ismailova Film und Inszenierung / Dmitri Yanov-Yanovsky Komponist
Einmalig in der zentralasiatischen Heldenepik ist die Legende der »Qyrq Qyz«, der vierzig Mädchen, die ihren Turkstamm gegen Angriffe verteidigten. In einem multimedialen Konzert wird ihre Geschichte in Filmsequenzen, auf traditionellen Instrumenten und im Gesang der Musikerinnen auf die Konzerthaus-Bühne gebracht.
„Die dreitägige Zeitinsel „Klang der Seidenstraße“ war ein Kurzurlaub in einer fremden, fernen Welt.“
Ruhrnachrichten, 18. Februar 2019
11. August 2019, Mosel Musikfestival
NEUE MUSIK VON BEIDEN ENDEN DER SEIDENSTRAßE
Wu Man, Pipa / Feras Charestan, Qqnun / Sirojiddin Juraev, Dutar & Tanbur / Basel Rajoub, Duclar & Soprano Saxophon / Abbos Kosimov, Doira
Mit dem Programm Neue Musik von beiden Enden der Seidenstraße führten Künstler aus China, Syrien, Usbekistan und Tadschikistan beim Mosel Musikfestival 2019 westliche und östliche, alte und neue Traditionen genre- und stilübergreifend zusammen. Eine einmalige Kombination von Instrumenten stellte die Klangvielfalt der arabischen Kastenzither Qanun, der persischen Langhalslaute Tanbur, der zentralasiatischen Pipa und weiterer exotischer Instrumente vor.



