Continuum

CONTINUUM © Neda Navaee
CONTINUUM © Bodo Gierga
CONTINUUM © Neda Navaee
Elina Albach © Neda Navaee

CONTINUUM ist vor allem: vieles nicht. Zum Beispiel: kein festes Ensemble und kein Kollektiv. Es ist eher eine über den konkreten Projekten und Personen schwebende Gesamtidee, die in alle Richtungen sich lehnen kann. Ein Label unter diesem Namen gibt es schon – “CONTINUU|RECORDS|M” – vielleicht auch irgendwann einen Projektraum.

CONTINUUM ist die Freiheit, Alte Musik ganz neu zu denken, innovativ zu präsentieren und sie damit in Bezug setzen zu einer Gegenwart, die ihr nicht so fern liegt, wie der Name und die gewöhnliche Aufführungspraxis suggerieren.

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PROJEKTE 2023/24 – EINE AUSWAHL

Termine auf Anfrage
Missa Miniatura
mit Marie Luise Werneburg & Viola Blache, Sopran // Alex Potter & Tobias Knaus, Countertenor // Benedikt Kristjánsson, Tenor // Tobias Berndt, Bass // Thomas Hall, Sprecher

Was bei Elina Albachs Bearbeitungen großer barocker Werke für kleine Ensembles entsteht, ist mit “Miniatur” eher verharmlosend beschrieben. Die “Missa miniatura” nimmt sich Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe an. Zum einzigen Mal vertont Bach hier alle Texte der lateinischen Messe und übersetzt die überlieferten, beinahe schematischen Phrasen in eine jeden Einzelnen berührende Suche nach einem menschlichen Sein in Ganzheit. Eine Aneignung, die Albach und CONTINUUM mit ihrer Bearbeitung für sieben barocke Multi-Instrumentalis:innen und sechs Sänger:innen weiterdenken. Statt “bloß” innovativ gedachter Alter Musik wächst mit “Missa miniatura” ein Stück heran, das ein prägendes Werk der Kirchenmusik in zeitgenössische, agnostische Reflexion übersetzt und neue musikalische Facetten am altbekannten Material offenlegt.

Nach J. S. Bach: H-Moll-Messe, BWV 232
Besetzung: 7 Instrumentalist:innen, 6 Sänger:innen, 1 Sprecher

© Stephan Röhl
© Stephan Röhl
© Stephan Röhl
© Stephan Röhl
© Stephan Röhl
© Stephan Röhl
© Stephan Röhl

Termine auf Anfrage
Il Passagio (nach Monteverdi: L’Orfeo)
mit Lambert Colson, Zink & Blockflöte // Liam Byrne, Viola da Gamba // Philipp Lamprecht, Percussion // Elina Albach, Orgel & Cembalo

Radikale Neuinterpretation durch Reduktion als künstlerisches Prinzip: Barocke Opulenz, übersetzt in minimalistische, dennoch hochemotionale und musikalisch facettenreiche Settings und Arrangements, bietet Elina Albach und CONTINUUMs Version der mutmaßlich ersten Oper der Weltgeschichte. 1607 bereits fand Claudio Monteverdis “L’Orfeo” im antiken Stoff eine prägende Form der Kunstmusik der Neuzeit.

Statt eines großen Ensembles gestalten bei der modernen Interpretation “Il passagio” ganze vier Instrumentalist*innen die Klänge. Zinken und Gamben, Schlagwerk und barocke Tasteninstrumente kommen auf überraschende Weise zum Einsatz, ziehen das Publikum in immersiven Repetitionen in die Musik, lassen die anziehenden, klaren Melodien strahlen und schenken dabei den instrumental arrangierten Gesangspartien eine besondere, ungehörte Dramatik. Sparsame Textprojektionen ersetzen die in der Oper üblichen Untertitel und lassen den Hörenden Freiraum, die handlungstragenden musikalischen Elemente mit eigener Fantasie zu erschließen.

Nach C. Monteverdi: L’Orfeo, SV 318
Besetzung: 4 Instrumentalist:innen

© Bodo Gierga
© Bodo Gierga
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© Bodo Gierga
© Bodo Gierga
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