Radiale Nacht Beethoven V

© Roger Rossel
© Roger Rossel

Anknüpfend an die erfolgreiche Veranstaltung The Sound of Light im März 2015 mit Teodor Currentzis und musicAeterna wurde im Januar 2016 zum Auftakt des Jubiläumsjahres „10 Jahre RADIALSYSTEM V“ eine Radiale Nacht mit dem Orchester und seinem Chefdirigenten veranstaltet – die Radiale Nacht Beethoven V, in Kooperation mit der Andreas Richter Cultural Consultings GmbH, dem Radialsystem V, der Radial Stiftung sowie Sasha Walzt & Guests.

Mit der Transformation eines Klangerlebnisses in eine unmittelbare Raumerfahrung, mit der Kombination von Licht und Tanz, eingebettet in Musik von Beethoven und Mozart bis zur Moderne, bot das Radialsystem, ein ehemaliges Pumpwerk an der Spree, ein synästhetisches Gesamterlebnis, das Hörgewohnheiten aufbrach und Raum für Dialog schuf. Die Aufhebung tradierter Erlebnisgrenzen zwischen Orchester und Publikum, und das Zusammenwirken von gleichberechtigt wirkenden musikalischen, tänzerischen, räumlichen und lichttechnischen Konzepten bewirkten einzigartige und ungewöhnlich mitreissende Hörerfahrungen – wie minutenlange standing ovations am Ende belegten.

Die Idee dahinter war es, klassische Musik in andere Kontexte einzubinden, die reine Hörerfahrung anzureichern durch visuelle Effekte, weitere Kunstformen wie Tanz und Licht-Installation einzubinden, und tradierte Raum- und Präsentationsformen des klassischen Konzertes aufzulösen.

RadialeNacht
© Maria Mitroshina

Mit der Radialen Nacht Beethoven V wurden alle Musik- und Tanzbegeisterte eingeladen, ein anderes, ein vielseitiges und fernab aller Konventionen angesiedeltes Konzerterlebnis zu teilen. Eines der experiemtierfreudigsten und inspirierendsten Orchester Europas, das weit hinter den Grenzen der EU angesiedelt ist, wurde dafür mit seinem charismatischen Leiter und einer der aufregendsten Geigerinnen unserer Zeit, Patricia Kopatchinskaja, dafür ins Radialsystem V gebeten – den Ort, der alles bietet, außer dem Konventionellen und dem Tradierten.

„Und wenn Beethoven jener rasend emotionale Mensch war, als der er gerne gesehen wird, dann müsste dem auch die vorangegangene Wiedergabe der 5. Sinfonie entsprochen haben. V on rasender Wut zu rasendem Glück geht es, brillant musiziert, ein manischer Dauerzustand, der sich nach dem Schlussak-kord in einem Aufschrei des Publikums löst. Teodor Currentzis hat die Kluft zwischen klassischem Konzert und Rockkonzert mit klassischen Mitteln geschlossen.“ (Berliner Zeitung, 18. Januar2016)

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