Europa Galante (Fabio Biondi)

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Europa Galante wurde 1990 von seinem heutigen musikalischen Leiter Fabio Biondi gegründet, der schon länger die Idee verfolgte, ein italienisches Spezialistenensemble für barockes und klassisches Repertoire ins Leben zu rufen. Das Orchester tritt in variablen Besetzungen auf, ein Schwerpunkt bildet die Interpretation einschlägiger Kammermusik-Literatur, wie beispielsweise italienische Streicher-Sonaten des siebzehnten Jahrhunderts.

Das Repertoire umfasst Opern von Händel (Agrippina und Idomino) und Vivaldi (Bajzet, Ercole sul Termodonte, Oracolo in Messenia) sowie Instrumentalwerke des vor-klassischen Repertoires. Maßstäbe setzte Europa Galante ebenfalls mit Werken von Alessandro Scarlatti, unter anderem mit den Oratorien Maddalena und La Santissima Trinità, seinen Serenaten Blori, Domino e Amore, und seinen Opern Massimo Puppieno, Il Trionfo dell’Onore, La Principessa Fedele und Carlo Re d’Allemagna.

Mit der Fondazione Santa Cecilia in Rome verbindet das Ensemble eine langjährige und produktive Zusammenarbeit, aus der verschiedene Neuausgaben italienischer Opern des achtzehnten Jahrhunderts, wie beispielsweise Antonio Caldaras La Passione di Gesù Christo, L. Leo’s Sant’Elena al Calvario, oder Gesu sotto il peso della Croce by F.di Mayo. In der Saison 14/15 präsentierte das Ensemble in Rom La Foresta Incantata von Francesco Geminiani mit einem Animationsfilm von Fabio Biondi und Regisseur Davide Livermore.

Europa Galante tritt regelmäßig in den international bedeutendsten Konzerthallen auf, unter anderem am Teatro della Scala in Mailand, in der Académie di Santa Cecilia in Rom, in der Suntory Hall in Tokio, im Concertgebouw in Amsterdam, in der Royal Albert Hall in London, im Wiener Musikverein, im Lincoln Center in New York und im Sydney Opera House. Internationale Tourneen führten das Ensemble bis nach Australien, Japan, Kanada, Nord- und Südamerika sowie durch Europa und Israel.

Seit seiner ersten Aufnahme mit Konzerten von Antonio Vivaldi hat Europa Galante mit vielen preisgekrönten Einspeilungen Maßstäbe gesetzt. Nach Zusammenarbeit mit dem französischen Label Opus 111, veröffentlichte das Ensemble fünfzehn Jahre exklusiv bei Virgin Classics. Einspielungen des Orchesters waren zweimal für den Grammy nominiert (2004 mit einer Aufnahme von Vivaldis Konzert für viele Instrumente, 2006 mit Vivaldis Bajazet). Die letzte, von der Presse hochgelobte Aufnahme von Vivaldis Oper L’Oracolo in Messenia wurde mit dem Diapason D’Or ausgezeichnet.

Auf die Herausgabe von Chiara’s diary mit Konzerten verschiedener Komponisten für eine herausragende Geigenschülerin Vivaldis in La Pietà, folgt als nächstes Aufnahmeprojekt die Einspielung von Vivaldis letzten Konzerten aus Brunos Bibliothek sowie eine Live-Aufnahme von Bellinis Capuletti e Montecchi (mit Vivicc Genaux und Valentina Farcas). In der laufenden Saison tritt Europa Galante in Europa (Schweiz, Polen, Frankreich, Italien und Spanien), in Asien (Tokio und Hon-Kong Festival), in Südamerika (Mexiko City, Jalisco) und Nordamerika (Lincoln Center New York) auf. Das Repertoire umfasst sowohl instrumentales wie auch vokales Repertoire – unter anderem wird Vivaldis Oper Oracolo in Messenia am Barbican in London und am Yokohama Theatre zu erleben sein, sowie Veracinis Adriano in Siria in Madrid und Valencia, und Händels Imeneo in Deutschland.

Für die kommende Saison ist die Einstudierung dreier Opern geplant – Rossinis Cenerentola beim Festival von Rieti, Maria Stuarda im Palau von Valencia, und Bellinis Capuletti e Montecchi beim Chopin Festival in Warschau. Europa Galante ist zudem Residenzorchester bei der Fondazione Teatro Due in Parma.

„I will certainly be looking out for any future releases he (Fabio Biondi) cares to record.“ – Telemann: 12 Fantasias for Solo Violin_CD Kritik_Lynn René Bayley auf The Art Music Lounge

Termine 2017/18
28.02.2017 Theater an der Wien – Johann Adolph Hasse: Piramo e Tisbe (konzertant) (Fabio Biondi, Vivica Genaux, Désirée Rancatore, Emanuele d´Aguanno)

Links
www.europagalante.com

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Der Weser Kurier über „I Capuleti et i Montecchi“ beim Musikfest Bremen 2016.